Rudi Kagermeier neuer Regent bei den Feuerschützen; Julia Hartl wird Jugendkönigin
Glonn (bk): Beim diesjährigen Königsschießen wollten 30 Schützen beim Kampf um die Königswürde dabei sein. Der Modus wurde komplett umgestellt, es sollte mehr Spannung erzeugt werden. Jeder „Königsaspirant“ bekam zunächst nur schwarze Scheiben, auf denen der Schuss nicht zu erkennen war. Es mussten 5 Schuss abgegeben werden. Kein Schütze wusste genau seinen Teiler und die 5 besten Schützen kamen ins Finale.
Die Türen zum Schießstand wurden geöffnet und die Schützen wollten ganz genau sehen, wie sich die 5 Besten des Vorkampfes beim alles entscheidenden Schuss um die Könitswürde anstellen würden. Bei der Jugend traten Matthias Zettl, Simon Kagermeier, Florian König, Julian Blum und Julia Hartl im direkten Vergleich gegeneinander an, sie waren diejenigen, die auf den ersten 5 Schuss das beste Blattl abgegeben hatten. Auf das Kommando von Schützenmeister Fred Waschke wurde ein Schuss gefeuert. Alle Scheiben wurden gemeinsam hereingezogen und ein Raunen ging durch die Zuschauer. Sofort war klar, dass Julia Hartl den besten Schuss abgegeben hatte und dafür durfte sie sich die Königskette umhängen lassen sowie eine Königsnadel und eine Schützenscheibe in Empfang nehmen. Wurstkönig wurde mit dem zweitbesten Schuss Simon Kagermeier und als Brezenkönig durfte sich Matthias Zettl feiern lassen. Titelverteidiger Tobias Hartl konnte krankheitsbedingt heuer nicht ins Geschehen eingreifen.
Bei den Senioren schafften es die 3 Pistolenschützen Martin Eder, Rudi Kagermeier und Andreas Riedhofer ins Finale, mit Karl-Heinz Schulz und Leonhard Weber waren dann noch zwei „altverdiente“ Gewehrschützen mit im Rennen. Die Titelverteidigerin Brigitte Keller schaffte es nicht ins Finale und so war klar, dass eine Wiederholung des Erfolgs vom Vorjahr ausgeschlossen war. Wieder das Kommando und die Anfeuerungsrufe „Hartl, Hartl“ und „Karl-Heinz“ für die leistungsmäßig schwächeren Gewehrschützen. Letztlich half das aber nichts, denn die „Profis“ machten das Rennen unter sich aus. Als klarer Sieger mit den besten Nerven setzte sich Rudi Kagermeier letztlich durch und durfte sich zum ersten Mal in seiner Karriere „Schützenkönig“ nennen. Mit Martin Eder als Wurstkönig und Andreas Riedhofer als Brezenkönig landeten weitere Neulinge auf den Plätzen. Der Rudi konnte sein Glück kaum fassen und Lokalfrei war für ihn Ehrensache.
So wie es sich für einen echten König gehört, wurde dann noch gemeinsam gefeiert und so manche Geschichte und Erinnerung zum Besten gegeben. Rudi Kagermeier legte die Königskette jedenfalls den ganzen Abend nicht mehr ab und wer weiß, vielleicht hat er sie ja sogar mit ins Bett genommen.
Brigitte Keller. |